PKS PERSONAL- & KADERSELEKTION AG, BASEL
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September 2010

PKS Newsletter

Das Schönste am Streit ist die Zeit danach.

Dr. phil. Michael Richter, (*1952), deutscher Zeithistoriker
In der Schweiz sind ca. 240'000 Menschen durch einen Temporärvertrag angestellt. Seit zwei Jahren versucht der Verband der Schweizerischen Personaldienstleister ‚swisstaffing’ einen branchenübergreifenden wie auch überregionalen Gesamtarbeitsvertrag zu lancieren, der die garantierten Mindestlöhne und die Arbeitszeiten für alle Temporärmitarbeitenden einheitlich regelt.

Im Moment herrscht ein unübersichtlicher Wildwuchs von verschiedenen Gesamtarbeitsverträgen und Teillösungen vor, die je nach Branche und Kanton sehr unterschiedlichen Regelungen zugrunde liegen. Die gesamte Temporärbranche leidet an dieser ‚administrativen Vielfalt’. Sie kostet viel, ist nicht effizient und die eigentlich gute Absicht, nämlich klare arbeitsrechtliche Verhältnisse für alle Beteiligten zu schaffen, kommt wenig zur Geltung.

Das neue, nach wie vor komplexe Gebilde stösst jedoch bei der Gewerkschaft UN1A auf Widerstand. Es heisst in der Pressemitteilung von swissstaffing, dass ein gewichtiger Flügel der Gewerkschaft zum an sich schon ausgehandelten Kompromiss nicht Hand bieten könne, wenn gewisse Konzessionen nicht zum Tragen kommen. Die sublime Form der Ausdrucksweise lässt Unangenehmes erahnen.

Die Verhandlungen sind endgültig ins Stocken geraten und der neue alles regelnde GAV für die Temporärmitarbeitenden läuft Gefahr auf einen Prellbock zu fahren. Damit die verschiedenen Interessensgruppen wieder zu einander finden, steht die Absicht im Raum, dass ein gewiefter Mediator die verfahrene Situation wieder ins Lot bringen soll und die richtigen Weichen stellt. 

Was ist der eigentliche Streitpunkt? Es wird um die Zusammenführung von schon bestehenden GAVs gekämpft, die nicht allgemeinverbindlich sind. Diese gelten nur für Branchen oder Firmen, die den Vertrag unterschrieben haben. Diese GAVs hätten ursprünglich  Bestandteil des neuen Gesamt-GAV für die Temporärbranche werden sollen. Temporär beschäftigte Mitarbeitende hätten in den betroffenen Unternehmen und Branchen die gleichen Bedingungen und Rechte erhalten wie die fest angestellten Mitarbeitenden.

Das hat jedoch viele Firmen und Arbeitgeberverbände auf den Plan gerufen wie auch erzürnt, die mit diesem Vorhaben nicht einverstanden sind. Es hagelte Einsprachen. Swissstaffing hat den Ernst der Lage erkannt und schlug daher vor, dass der neue GAV ohne die einsprechenden Unternehmen abgeschlossen wird. Dagegen ist jedoch die UN1A. Sie will als Gewerkschaft, dass alle Branchen und Firmen ausnahmslos in den neuen Temporär-GAV eingeschlossen werden, damit Dumpinglöhnen die Luft ausgeht.

Mediator sollte der Urner Alt-Nationalrat Franz Steinegger werden. Er überlegt es sich noch bis Ende August 2010, ob er das Mandat annehmen soll. Im Urnerland ist sein Beiname übrigens ‚Katastrophen-Franz’. Es bleibt zu hoffen, dass die verschiedenen Interessensgruppen zueinander finden und eine pragmatische Lösung auf den Tisch kommt. Alles andere wäre eine Katastrophe und der Sache wie auch der Wirtschaft nicht dienlich.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Auftrag. Wir bieten übrigens auch Temporärdienstleistungen an. Unsere nüchterne, sachliche und lösungsorientierte Arbeitsweise wird Ihre Rekrutierung effizient, kosten- und zeitsparend unterstützen. Das neue elektronische Kandidaten-Bulletin hilft Ihnen sicher weiter. Rufen Sie einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail. Mehr Meinung hier

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